Hauptziel des CRI Corporate Responsibility Index der Bertelsmann Stiftung ist es, die relevanten Erfolgsfaktoren für das CR-Management eines Unternehmens in einer Wirkungsmessung zu identifizieren und zu untersuchen, welche Erfolgsfaktoren den größten Hebel für Unternehmen darstellen.

Auf Basis der Wirkungsmessung werden für die teilnehmenden Unternehmen individuelle Handlungsempfehlungen entwickelt. Der CRI unterstützt Unternehmen bei der strategischen und operativen Umsetzung von CR und bringt wichtige methodische Innovationen in die CR-Debatte ein. Multivariate Analyseverfahren ermöglichen wissenschaftlich fundierte Wirkungsmessungen und Erfolgsfaktorenanalysen, die die Stärke verschiedener Treiber bestimmen.

Der CRI hat ein möglichst respräsentative Stichprobe von Unternehmen zum Ziel, um verlässliche Aussagen über Trends und Entwicklungen im Zeitverlauf aufzeigen zu können. Im Fokus stehen alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Besonders inhabergeführte Unternehmen und Familienunternehmen sollen repräsentativ in der Studie abgebildet werden.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse nach wesentlichen Branchen differenziert dargestellt. In einzelnen Branchen soll dabei eine Vollerhebung aller relevanten Akteure erreicht werden. Dadurch werden umfassende Benchmarking-Analysen für teilnehmende Unternehmen ermöglicht.

Ziele des CRI

Zielgruppe

Eingeladen zur Teilnahme sind alle interessierten Unternehmen mit Sitz in Deutschland.

Nutzen

Die Teilnahme am CRI ist kostenlos und bietet den Unternehmen folgende Vorteile:

Vorteile des CRI im Überblick

Der CRI soll durch eine praxisnahe Analyse Impulse für konkrete Veränderungen im Unternehmen geben. Daher werden den teilnehmenden Unternehmen im Anschluss an die Datenerhebung unterstützende Umsetzungsmaßnahmen angeboten.

Neben den individuellen Berichtsbänden mit den Ergebnissen werden in den Jahren zwischen den Erhebungen Vertreter der teilnehmenden Unternehmen zu kostenlosen Themen-Workshops eingeladen. Diese sollen dem Austausch und der Diskussion von Handlungsempfehlungen aus der Studie dienen. Darüber hinaus ermöglichen sie peer-to-peer Erfahrungsaustausch und Branchen-Benchmarks.

Neben den statistischen Analysen der Antworten wird die interne Unternehmensperspektive mit den Ansprüchen externer Sachverständiger verglichen.

Alle Leistungen, die im Rahmen des CRI erbracht werden (u.a. Berichtsbände, Workshops, etc.) sind für teilnehmende Unternehmen kostenlos.

Zeitplan

Zeitplan des CRI

Methodik

Eine Datenerhebung in Form einer Online-Befragung erfolgt alle zwei Jahre. Befragt werden die CR- und Nachhaltigkeitsverantwortlichen und weitere Führungskräfte von Unternehmen in Deutschland.

Die Abfrage über einen Online-Fragebogen ermöglicht den Ansprechpartnern ein komfortables und zeitlich flexibles Ausfüllen des Fragebogens. Der zeitliche Aufwand der Fragenbeantwortung ist auf ca. eine Stunde begrenzt.

Kernthemen des CRI

In allen Themenfeldern findet eine Analyse der CR-Umsetzung anhand ausgewählter Kernindikatoren statt, die bestehende CR-Standards und -Leitlinien (z. B. GRI) berücksichtigt. Auf Basis der Befragungsdaten wird eine statistische Wirkungsanalyse durchgeführt, die die relevanten Erfolgsfaktoren des CR-Managements identifiziert und in vertiefenden Analysen untersucht, welche Faktoren den größten Hebel für den Erfolg darstellen.

CRI 2013

Der CRI Corporate Responsibility Index der Bertelsmann Stiftung wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth und der concern GmbH erstmals im Jahr 2013 durchgeführt. 2013 haben insgesamt 169 Unternehmen aus Deutschland teilgenommen. Damit ist der CRI 2013 die bisher umfangreichste Benchmark-Studie zum CR-Management deutscher Unternehmen. Die Stichprobe umfasst sowohl große als auch mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen.

Die Studie gibt erstmals Aufschluss darüber, welche Faktoren ausschlaggebend sind, wenn gesellschaftlich verantwortliches Handeln erfolgreich im Unternehmen verankert wird. Es sind vor allem vier Faktoren, von denen eine erfolgreiche Umsetzung unternehmerischer Verantwortung abhängt: die Unterstützung durch das Top-Management, eine gelebte Wertekultur, die Integration von Unternehmensverantwortung in die Wertschöpfungskette und eine umfassende Erfolgskontrolle. Die Ergebnisse des CRI 2013 zeigen, dass deutsche Unternehmen noch erheblichen Nachholbedarf dabei haben, gesellschaftliche Verantwortung strategisch und praktisch umzusetzen. In 73 Prozent der Unternehmen befürworten zwar Vorstand und Geschäftsführung Aktivitäten, mit denen sie gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Allerdings integrieren lediglich 39 Prozent der Firmen Corporate-Responsibility-Maßnahmen in ihre Geschäftsprozesse und Wertschöpfungsketten.

Auffällig ist zudem, dass ein regelmäßiger Kontakt zu wichtigen Stakeholder-Gruppen bei weitem nicht selbstverständlich ist. Nur rund 20 Prozent der Unternehmen stehen in einem regelmäßigen Austausch mit Repräsentanten aus Politik, Nichtregierungsorganisationen oder Non-Profit-Organisationen, gerade 26 Prozent suchen den ständigen Dialog mit Medien und öffentlichkeit. Mit Kunden und Investoren pflegen 41 bzw. 43 Prozent der Unternehmen einen regelmäßigen Austausch. Erhebliche Defizite gibt es nicht zuletzt auch bei der Erfolgskontrolle. Mehr als ein Drittel der Unternehmen, die an der Untersuchung teilgenommen haben, messen die Ergebnisse dieser Aktivitäten überhaupt nicht. Dies liegt u.a. daran, dass solche Messungen – gerade wenn sie ökonomische und soziale Auswirkungen betreffen – nicht leicht zu realisieren sind und die Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellen.

Im Einzelnen zeigt sich eine erhebliche Spannbreite zwischen den teilnehmenden Unternehmen: Während in vielen Unternehmen die "gesellschaftliche Verantwortung" oftmals nur fragmentarisch gelebt wird, ist sie in 10 Prozent der untersuchten Betriebe nahezu überall Bestandteil der Gesamtstrategie. Was die Besten auszeichnet: Das Top-Management trägt diese Strategie, CR ist Aufgabe hoher Leitungsfunktionen, eine Wertekultur ist in allen Unternehmensbereichen erkennbar, CR-Ziele sind klar definiert, und die Zielerreichung wird gemessen. Die komplette Studie zum CRI Corporate Responsibility Index 2013 der Bertelsmann Stiftung erhalten Sie hier.

CRI 2015

Mit der zweiten Erhebungswelle 2015 hat sich der Corporate Responsibility Index (CRI) als führendes Instrument zur Messung der Umsetzung von Corporate Responsibility (CR) in Deutschland etabliert; die Anzahl der teilnehmenden Unternehmen konnte gegenüber 2013 gesteigert werden (von 169 auf 187 Teilnehmer), der Mix der Teilnehmer nach Größenklassen, Eigentümerstruktur und Branchen erlaubt belastbare Aussagen über die Gesamtsituation von CR in Deutschland, wie auch die Betrachtung von Zeitreihen und Teilgruppen.

Insgesamt bestätigen sich die Ergebnisse der Ausgangsmessung von 2013 mit einer Reihe vertiefender und neuer Erkenntnisse.

Weitere Informationen, sowie eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse können Sie unter folgendem Link nachlesen.