Der CRI Corporate Responsibility Index der Bertelsmann Stiftung baut auf der Studie 'Unternehmerische Verantwortung in der Praxis 2010' auf, die von der Uni Bayreuth in Zusammenarbeit mit der concern GmbH durchgeführt wurde.

Chancen und Risiken von CR

Ziel der empirischen Untersuchung war die Erhebung des Status Quo zur Umsetzung Unternehmerischer Verantwortung bzw. 'Corporate Responsibility' (CR) bei Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Persönlich befragt wurden die CR-Verantwortlichen aus über 150 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Bertelsmann Stiftung hat gemeinsam mit der concern GmbH ein Konzept erarbeitet, das den bestehenden Ansatz aus der Studie von 2010 zu einem 'CRI Corporate Responsibility Index' weiterentwickelt.

Vorgehen

Um empirisch repräsentative Ergebnisse über verschiedene Branchen und Unternehmenstypen ableiten zu können, wurden 2010 über 180 persönliche Telefoninterviews mit Unternehmensvertretern geführt. Das explorative Studiendesign ermöglichte einen besonders breiten Überblick über die zentralen Umsetzungsfelder von CR. Die Erhebung orientierte sich an Leitfragen zu den vier Bereichen Akzeptanz, Organisation, Instrumente und Status Quo & Erwartungen.

Die Datenerhebung erfolgte über Leitfaden-gestützte Telefoninterviews mit einer Länge von durchschnittlich ca. 40 Minuten. In den Interviews wurden quantitative und qualitative Fragen kombiniert. Durch diese Methodik wurde der stark branchen- und unternehmensspezifischen Umsetzung von CR Rechnung getragen. Ergebnis der Studie war ein allgemeiner sowie ein für jedes teilnehmende Unternehmen spezifischer Berichtsband mit detaillierten Benchmarks. Die unternehmensspezifischen Auswertungen wurden bei über 50 Unternehmen persönlich vor Ort präsentiert und mit Unternehmensvertretern diskutiert. Die Teilnahme an der Studie war kostenlos und wurde aus Eigenmitteln der Universität Bayreuth und der concern GmbH finanziert.

Stichprobe 2013

Die Stichprobe ergab sich aus einer schriftlichen Ansprache von 778 CR-Ansprechpartnern in 502 Firmen aus den Börsen-Indizes DAX, MDAX, TecDAX, ATX, SMI sowie den 250 umsatzstärksten inhabergeführten Unternehmen. Sowohl bei der Ansprache als auch bei der Teilnahme war die Stichprobe zwischen börsennotierten und inhabergeführten Unternehmen nahezu gleichverteilt, so dass sich wertvolle Aussagen zur Umsetzung von CR in Abhängigkeit von der Inhaberstruktur ableiten lassen. Insgesamt lag die Teilnahmequote bei 32%, unter DAX-Unternehmen betrug sie über 60%.

Über die Hälfte der befragten Ansprechpartner (58%) sind hauptberuflich für die Umsetzung von CR in ihren jeweiligen Unternehmen verantwortlich. Die Funktion der Ansprechpartner reicht von CR-Abteilungsleitern über Referenten und Bereichsleitern bis hin zum Geschäftsführer. Ein Sechstel der Befragten ist in der Presse und öffentlichkeitsarbeit angesiedelt.

Die Branchenverteilung der teilnehmenden Unternehmen ist repräsentativ und spiegelt die deutsche Unternehmenslandschaft gut wider. Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe stelle die größte Gruppe dar.